Der Verein wird offiziell als „Verschönerungsverein“ gegründet. Den Anstoß zur Gründung gibt der 2. Cadolzburger Pfarrer Adolf Redenbacher, Bürgermeister Hans Brandstätter und 13 andere Honoratioren sind weitere Gründungsmitglieder. Der Zweck ist, in Cadolzburg den „Sinn für das Schöne zu heben“, insbesondere vernachlässigte Plätze instand zu setzen und weitere Anlagen in unserem schon damals durch das Hohenzollernschloss bekannten Ort zu schaffen, die die „Wohlfahrt des Ortes“ erhöhen. Erste Schritte sind die Anschaffung von Trinkbechern für die Gemeindebrunnen und die Beschilderung des Wegs zum – damals noch existierenden - Druidenstein mit einer Wegmarkierung, Aufstellung von Sitzbänken sowie die Einrichtung eines hölzernen Badehauses mitten im Farrnbach bei Greimersdorf hinter dem Wirtshaus Dörfler.
Auf Betreiben des Vereins wird im Kassengewölbe des Rentamts, der ehemaligen Burgkapelle, eine nachgebaute Folterkammer mit kopierten oder sogar erfundenen angeblich mittelalterlichen Foltergeräten eingerichtet. Die Besucherzahl Cadolzburgs steigt. Das Gelände gehört aber auch damals schon dem Bayerischen Staat und der Zugriff von Gemeinde und Verein darauf ist immer wieder in Frage gestellt.
Im gleichen Jahr wird ein Antrag des Vereins, in Cadolzburg Straßennamen einzuführen, von der Gemeinde nicht umgesetzt.
Ein Bauplan für einen Aussichtsturm wird mit 5 Mark aus der Vereinskasse bezuschusst. Auf dem Platz vor dem Oberen Torturm, dem Brusela, pflanzt der Verein eine „Kaiserlinde“.
Auf Betreiben des Bürgermeisters Brandstätter wird die Bahnlinie Fürth-Zirndorf nach Cadolzburg verlängert, wodurch es für Touristen und Obstkäufer einfacher wird, den Ort zu erreichen. Der Antrag Brandstätters, der Verein möge die Kosten für den Turmbau übernehmen, wird abgelehnt. Der Verein finanziert aber ein Werbeplakat und eine Wanderkarte. Pfarrer Redenbacher stellt auch Überlegungen an, die leeren Räume des Schlosses zu einem „industriellen“ – also Geld einbringenden - Zweck zu nutzen und schlägt eine Seidenraupenzucht vor.
Statt Turm wird ein „Verschönerungsgärtlein“ gegenüber des Kirchhofs angelegt, um für Besucher den Weg vom Bahnhof zur Burg attraktiver zu machen. Dort steht heute das Kriegerdenkmal.
Der Bau des Aussichtsturms erhöht die Attraktivität Cadolzburgs. Die Kosten von ca.10 000 Reichsmark teilen sich die Marktgemeinde und die Lokalbahn-AG München, die damit den Fahrkartenverkauf nach Cadolzburg ankurbeln will. Der rührige Lehrer Holzmann wird 1. Vorsitzender.
Der gesamte Gemeinderat tritt dem Verein bei. Damit beginnt die enge Verbindung zwischen Gemeinde und Verein. Der Verein hält u.a. Wege instand im Buchwald.
Der historisch interessierte Apotheker Pürckhauer wird 1. Vorstand. In seiner Amtszeit pflanzt der Verein viele Bäume. Auf dem Aussichtsturm wird eine Orientierungstafel angebracht.
Der Verein betreibt ab jetzt Werbung für einen Besuch in Cadolzburg, er wird dafür von den örtlichen Brauereien, der Bahn und der Gemeinde finanziell unterstützt. Sonderfahrten der Bahn am Sonntag werden eingerichtet. Der Verein setzt sich bei Verhandlungen mit Landbauamt und Regierung dafür ein, die Öffnungszeiten der Burg für Besucher zu erweitern.
Der Verein wird in „Verkehrs-und Verschönerungsverein“ umbenannt, Bürgermeister Brandstätter übernimmt den Vorsitz. Die Aktivitäten des Vereins werden immer deutlicher von kommerziellen Interessen geleitet. Als neuer Vereinszweck wird die allseitige Erschließung des Ortes für den Fremdenverkehr genannt. Die Mitgliederzahl steigt von 49 auf 93, alle Gastwirte, Metzger- und Bäckermeister sind Mitglied.
Mitglied Pfarrer Gloßner regt den Bau eines eigenen Heimatmuseums an, da die zu besichtigenden Räume in der Burg ( Eichensäulensaal, Folterkammer, Burgkapelle, Küche) trotz der Bemühungen des Vereins wegen der Nutzung der Burg als Amtsgericht nur selten zugänglich sind.
Der Verein kauft für 500 Mark die nachgebauten Foltergeräte, die vorher nur eine Leihgabe des Nürnberger Antiquitätenhändlers Gebert waren. Er regt die Freilegung von verputzten Fachwerkhäusern an, was aber zunächst nur bei einem einzigen Haus gelingt.
Pläne, das Fachwerkrathaus von 1668 (heute: Museum) durch einen Jugendstilbau zu ersetzen, werden zum Glück nicht ausgeführt.
Bäckermeister Heinrich Grünbaum folgt Bgm. Brandstätter als 1. Vorstand,
anschließend Hauptlehrer Georg Düll, beide engagierte Heimatforscher. Der 1. Weltkrieg lässt aber alle Projekte des Vereins zum Erliegen kommen.
Bäckermeister Wolfgang Kießling wird 1. Vorstand und nimmt zusammen mit Schreinermeister Christoph Niehage die Planung für ein Museum erneut auf. Erste Gegenstände werden eingekauft und von der Bevölkerung als Spenden gesammelt. Valentin Fürstenhöfer, begabter Graphiker und interessierter Heimatforscher, tritt in den Verein ein.
Valentin Fürstenhöfer wird Geschäftsführer des Vereins und veröffentlicht sein erstes kleines Buch über Cadolzburg „Cadolzburg und Umgebung“. Auf Anregung des Münchener Baurats Heinrich Thiersch und finanziert vom Verein werden ergebnislose Grabungen im Burghof nach den Grundmauern verschwundener Gebäude durchgeführt, da der Kunsthistoriker Otto Mitius die Cadolzburg als Ort eines Dürergemäldes erkannt zu haben glaubt.
Mit Fürstenhöfer, der bis 1981 aktiv blieb, beginnt eine sehr aktive Phase der Vereinsgeschichte: parallel zum 400. Jubiläum der Reformation und dem Dürerjahr (400. Todestag) richtet der Verein in der Burg die Ausstellung „Die Cadolzburg im Wandel der Jahrhunderte“ ein. Ein Jahresprogramm mit Musik- und Liederabenden wird eingerichtet, eine Altfränkische Maibaumfeier wird vor dem Gasthaus Bauer gefeiert, dazu ein Maibaum aufgestellt und die Kirchweihfeier mit einer neu gegründeten Tanzgruppe zelebriert. Auch eine Jugendgruppe wird gegründet.
Cadolzburg ist als attraktives Ausflugsziel inzwischen bekannt. Zur Obstblüte erscheinen an einem Sonntag geschätzt 25 000 Besucher. Es gibt einen neuen Blumenschmuckwettbewerb, der bis 1939 mehrfach wiederholt wird.
Der Sparkassenverwalter Georg Feldner wird 1. Vorstand. Cadolzburg verliert durch eine Verwaltungsreform alle drei den Ort prägenden Ämter: Amtsgericht, Forstamt und Finanzamt. Leider ziehen damit auch aktive und einflussreiche Vereinsmitglieder fort. Andererseits kann der Verein im Altbauflügel der Burg alle Räume bis auf die katholische Kapelle im Erkersaal mieten. Ein Weberzimmer, ein Jagdzimmer mit Holzvertäfelungen des ehemaligen Deberndorfer Schlosses, ein Hausratzimmer mit alten Kupfer- und Messinggefäßen aus Cadolzburger Herkunft werden installiert.
Pfarrer Johannes Schmidt wird zum1. Vorstand gewählt. Er beauftragt den Kunsthistoriker Dr. Wilhelm Funk, aus den noch vorhandenen Kunstgegenständen der vorreformatorischen Cäcilienkirche, der Vorgängerin der heutigen Markgrafenkirche, eine Sammlung zusammenzustellen.
Die Sammlung wird im Erkersaal als „Museum kirchlicher Altertümer“ eröffnet. Mittelpunkt ist die „Kadolzburger Maria“, eine geschnitzte gotische Madonna mit 2 gemalten Seitenflügeln und einer bemalten Predella. Bei der Eröffnung wird hier zum ersten Mal ein Werk des Cadolzburger Barockkomponisten Johann Georg Pisendel aufgeführt. Auf Anregung Schmidts wird auf der Burg außerdem ein von der Inneren Mission betriebenes Schullandheim mit 200 Betten eingerichtet.
Valentin Fürstenhöfer beginnt eine Zusammenarbeit mit anderen Ausflugsorten zwischen Fürth und Bad Windsheim und reaktiviert als Oberbegriff für die Gegend den Begriff „Rangau“, nach einer alten Gebietsbezeichnung aus der Karolingerzeit. Nach der Machtergreifung Hitlers hat Cadolzburg per Dekret einen neuen NSDAP-Bürgermeister namens Simon. Der Verein wird gleichgeschaltet, der 1. Vorstand durch Simon ersetzt.
Bürgermeister Simon bemüht sich um eine in der Burg einzurichtende Landesführerschule der Hitlerjugend. Es wird dann eine Gebietsführerschule im Neuen Schloss daraus, wodurch die Ausstellung des Vereins im Alten Schloss weiter bestehen bleiben kann. Pfarrer Rehm wird als Teil des Kirchenkampfes aus dem Vorstand und dann auch noch aus dem Beirat des Vereins gedrängt. Nationalsozialisten übernehmen die Macht im Verein. Valentin Fürstenhöfer ist Parteimitglied und weiter aktiv.
Auf einem 4tägigen „Heimattag“ wird die gelb-grün-weiße Cadolzburger Fahne zum ersten Mal gehisst. Dazu wird eine von V. Fürstenhöfer organisierte Handwerks-und Gewerbeschau „Schaffendes Cadolzburg“ abgehalten, eine Sonnwendfeier auf dem Höhbuck, ein Festzug und ein Viehmarkt.
Nach dem Tod Simons übernimmt nach kurzem Zwischenspiel durch Hauptlehrer Vogel der neue NSDAP-Bürgermeister Georg Hofmann den Vorsitz.
Cadolzburg wird zur „Fremdenverkehrsgemeinde“ erklärt. Der Verein darf nur noch Vermittler zwischen Gemeinde und Bevölkerung sein, um diese zum Mitmachen bei Ortsverschönerungen zu motivieren, Aufgaben der Werbung und Ortspflege soll die Gemeinde übernehmen.
Das Museum bleibt Betätigungsfeld des Vereins. Auch die Kirchweih wird vom Verein mit Aktionen aufgewertet: mit Kirchweihausgraben, Betzntanz und anderen „Heimattänzen“ wie dem Bänder-, Leineweber- und Hahnentanz, Schwarzbeerkuchenessen und Wurstschnappen sowie dem neuen Huttanz unter einem überdimensionalen Hut. In der Burg wird von Fürstenhöfer die Bilderschau „Cadolzburg noch schöner“ gezeigt.
Der Verein zeigt die Wanderausstellung „Schönheit in Stadt und Land“ des Deutschen Heimatbundes auf der Burg, ein auf Architektur bezogenes Pendant zur Ausstellung „Entartete Kunst“. Darin wird behauptet, dass Deutschland vor 1933 kulturell vernachlässigt gewesen sei und man gibt Ratschläge für eine „Entschandelung“ im Bauwesen. Der Verein bemüht sich mit einer 1. „Burgdenkschrift“, die dem Bayerischen Ministerpräsidenten gesandt wird, um die Renovierung von Erkersaal und anderer Räume im 2. Obergeschoss des Alten Schlosses.
Die Cadolzburg wird in ein Schlösser-und Burgen-Erneuerungsprogramm aufgenommen, das gleich nach dem Krieg beginnen soll. Dieser Maßnahme verdanken wir die Fotoaufnahmen, die den Wiederaufbau der oberen Burgräume nach der Kriegszerstörung ermöglichten.
Am 17.4.1945 brennt die Cadolzburg nach heftigen Kämpfen zwischen deutscher Wehrmacht und amerikanischen Streitkräften nieder. Vernichtet werden die dort ausgestellten Objekte der Cadolzburger Geschichte aus dem Besitz des Vereins sowie erhebliche Teile von Auslagerungen des Germanischen Nationalmuseums, unter anderem wertvolle Trachten und eine Holzdecke aus der Zeit Karls V.
Der Verein denkt unter der Führung des wieder eingesetzten Vorkriegsbürgermeisters Konrad Löffler über Pläne nach, Cadolzburg wieder zum Ausflugsort zu machen.
Der Verein wird umbenannt in: „Heimatverein Cadolzburg und Umgebung e.V.“, um auszudrücken, dass die Ziele des Vereins nicht nur kommerziell sind, sondern die Erforschung der Heimatgeschichte, Förderung von Heimatkunst und Eingliederung der Neubürger genauso umfassen wie die Förderung des Fremdenverkehrs und des Wandergedankens. Eine erneute Denkschrift Fürstenhöfers erreicht München und soll den Wiederaufbau der Burg anregen. Der Erste Adventsmarkt wird nach einer Idee von V. Fürstenhöfer gefeiert: Mit großem Adventskranz auf dem Marktplatz und Aufzug der Bäcker mit einem neu entwickelten Festgebäck, dem Cadolzburger Adventsstern, der an die Kinder verteilt wird. Mit dem Lichterzug und dem Adventssingen der Schüler wird neues Brauchtum eingeführt, das die rassistischen und militaristischen Formen der NS-Zeit ablöst. Am Vorabend des Adventswochenendes veranstaltet der Verein ab jetzt einen Adventsabend für alle Bürger.
Gedenkwoche zur Zerstörung Cadolzburgs im 1. Markgrafenkrieg 1449: Pisendel, Puchta, Obstbau, Sport und Feuerwehr sind Themen. An den Wiederaufbau Cadolzburgs nach dem 30jährigen Krieg durch Salzburger Exulanten wird erinnert – auch um die Parallelen zur Integration der zahlreichen Kriegsflüchtlinge zu verdeutlichen. Am ehemaligen Wohnhaus des Bgm. Brandstätter am Marktplatz wird ein Gedenkschild angebracht und ein „Burggrafenweg“ in Zusammenarbeit mit dem Fränkischen Albverein zwischen Cadolzburg und Burg Hoheneck ausgeschildert.
Die zugewanderten Vertriebenen des Egerlandes bereichern die Aktivitäten des Vereins mit ihren Trachten und ihrer Musik.
Fest zum 200jährigen evangelischen Kirchenjubiläum zusammen mit der Evangelisch-lutherischen Kirchenverwaltung. Gedenkabend zum 100jährigen Jubiläum des Postamts.
Otto Stündt übernimmt die Leitung des Heimatvereins.
Ehrenmitgliedschaft für den 90jährigen Kassierer Schreinermeister Niehage, der Gründungsmitglied war.
Pisendel, gebürtiger Cadolzburger, später Geigenvituose, Komponist und Hofkonzertmeister in Dresden. Am Rathaus wird eine Gedenktafel angebracht und der Rathausplatz in Pisendelplatz umbenannt.
800 Jahr-Feier Cadolzburgs vom 3.8.-8.9., organisiert vom Heimatverein. Neben vielen Beiträgen anderer Vereine gibt es einen großen Heimatabend im Festzelt, einen Fränkischen Volkstumsabend und einen großen Festzug. Mit dem Film „ Fahnen über Cadolzburg“ und einem Fackelzug vom Höhbuck zum Marktplatz endet das Fest.
Gedenkfeier für die Familie Puchta, insbesondere den kirchlichen Liederdichter Heinrich Puchta. Am alten Schlossschulhaus im Burgvorhof lässt der Verein eine Gedenktafel anbringen.
Erneute Burgdenkschrift mit Bitte um Wiederaufbau an die Schlösserverwaltung
Feier des 75. Bahnjubiläums mit einem Sonderzug und einem Festabend
Bürgermeister Hans Herz übernimmt den Vorsitz des Heimatvereins nach dem Unfalltod von Otto Stündt
Erste Ergebnisse der Forschung von Hans-Werner Kress zur Vor-und Frühgeschichte Cadolzburgs
Der Brestlas-Brunnen von Gudrun Kunstmann, von Valentin Fürstenhöfer als Schmuck der Marktplatzterasse vorgeschlagen, wird vom Verein durch eine Spendensammlung gestiftet.
Wiederholte Burgdenkschrift mit Bitte um Wiederaufbau an die Schlösserverwaltung
Die Burggruppe im Heimatverein wird gegründet. Mit einem jährlichen großen Fest im Burginnenhof mit moderner Musik und Bewirtung wird an die Bedeutung der Burg für den Ort erinnert und ihr Wiederaufbau gefordert.
Hans-Werner Kress gibt die Vereinszeitschrift „Luginsland“ heraus.
Gründung des „Förderkreises Die Cadolzburg“ im Verein, der erfolgreich Geld für den Wiederaufbau sammelt.
Die Trachtengruppe des Vereins wird gegründet. Nach Forschung zu traditioneller fränkischer Bekleidung entwickelt Paula Sadlo eine moderne Form mit Bänderhaube, Mieder und Rock in dunklen Farben. Die Gruppe führt Volkstänze vor und benutzt dafür auch einen Bänderbaum.
Bürgermeister Claus Pierer übernimmt den Vorsitz des Vereins
Das 100jährige Bahnjubiläum wird gefeiert. Das Marktplatzfest wird eingeführt.
Der Wiederaufbau der Burg wird endlich mit Fundament-und Festigungsarbeiten begonnen.
Hans Moezer veröffentlicht seine Studie zum „ Cadolzburger Altar“.

Albrecht Treuheit, Rosi Kollrodt, Kriemhilde Nussbeck und andere beginnen mit der Tradition des öffentlichen Suppenessens zum Auftakt des Neuen Jahres im Januar.
Das 100jährige Vereinsjubiläum wird mit einer Festschrift und einem Neujahrsempfang mit 200 Gästen gefeiert. Hans-Werner Kress stellt frühere Cadolzburger Neujahrsbräuche vor. Er veröffentlicht Heft 1 der „Cadolzburger Heimathefte“.
Dr. Norbert Autenrieth beginnt die Herausgabe der Vereinszeitschrift „Der Bleistift - Heimatblätter des Heimatvereins Cadolzburg und Umgebung e.V.“
Das Heimathaus mit Exponaten der Vereinssammlung wird unter Hans-Werner-Kress eröffnet
Bürgermeister Bernd Obst wird 1.Vorsitzender.
Der Heimatverein unterstützt die Herausgabe und den Vertrieb des Standardwerks zur Cadolzburg von Daniel Burger „Die Cadolzburg“.
Die Burg wird fertiggestellt, aber ohne die Möglichkeit, sie von innen zu besichtigen. Mitglieder des Heimatvereins gründen ein Burgführerteam und beginnen mit sonntäglichen Führungen, um das große öffentliche Interesse an einer weiteren Ausgestaltung der Burg zu zeigen.
Helmut Krämer und Dieter „Jimmy“ Marx beginnen mit Nachtwächterführungen.
Untersuchung zur Burgkapelle Seckendorf von Hans-Werner Kress
Die Kärwaburschen und Madli sowie die Cadolzburger Rundgangsleiter treten dem Verein geschlossen bei.
Der Heimatverein unterstützt und finanziert für einige Monate die professionelle Planung und den Aufbau der Ausstellung im Historischen Museum.
Die Replik des Cadolzburger Altars wird von den Mitgliedern des Heimatvereins mitfinanziert und der evangelischen Kirche für die Burgkapelle gestiftet.
Das Historische Museum wird nach mehrjähriger Umbauzeit in modernem Gewand eröffnet. Der Heimatverein beginnt mit der Inventarisierung der Exponate ins digitale Museumsprogramm VINO. Auch die Burg wird mit der Dauerausstellung „Herrschaftszeiten“ wieder eröffnet. Die Burggruppe des Heimatvereins stiftet der Schlösserverwaltung ein Tastmodell der Burg aus Bronze von Thomas Hürner und Jasmin List. Sie löst sich auf, da der Zweck, die Burg wieder eröffnet zu sehen, erfüllt ist.
Max Krauß wird 1. Vorstand, die Gemeinde ist im Beirat vertreten. Die Pflege der heimatkundlichen Sammlung wird vom Betrieb des Museums getrennt. Benedikt Müller übernimmt die Herausgabe des „Bleistift“.
Der Verein veranstaltet mit 5 anderen Heimatvereinen der Umgebung die einjährige Ausstellungsserie „Mitgemacht?“, in der es um die NS-Zeit in den einzelnen Orten geht. Der Verein übernimmt dafür die Beantragung und Abrechnung von Fördergeldern bei der Bezirksregierung Ansbach. Cadolzburg beteiligt sich mit „Die NS- Zeit im Kinderzimmer“ (Norbert Autenrieth und Günther Renner), „Das Kibbuz auf dem Pleikershof“ (Brunhild Holst, Benedikt Müller, Inga Klingner) und der Begleitausstellung zum Burgfestspiele-Musical “Heiner“ (Angela Unterburger und Brunhild Holst). Der Heimatverein vertritt die fehlende Museumsleitung bis zur Neubesetzung.
Am Adventsmarkt veranstaltet der Verein zum ersten Mal einen Grafflmarkt mit ausrangierten Sammlungsstücken oder aus Haushaltsauflösungen gespendeten Objekten.
„Wo ist mein Daheim - Vertriebene in Cadolzburg“ (Benedikt Müller).
Im Püttrichhaus wird ferner ein Textildepot und eine Bibliothek eingerichtet.
(Norbert Autenrieth und Günther Renner)
Eine neue Satzung erlaubt die Pflege der heimatkundlichen Sammlung durch eine Gruppe. Die Kärwagruppe veranstaltet das erste Faschingsfest des Vereins.
Quellen: Cadolzburger Heimatblätter, Bleistifte (insb. 2010), Vereinschronik (erschienen zum 100jährigen Vereinsjubiläum)
